Saison

Glatze im Winter

Mann mit Glatze und Mütze im Winter

Meinen ersten Winter mit Glatze habe ich deutlich unterschätzt. Ich dachte, kalt wird es eben ein bisschen mehr am Kopf, das war es dann aber auch. Tatsächlich bringt die kalte Jahreszeit gleich mehrere Herausforderungen mit sich, die man mit vollem Haar so nie kennengelernt hätte. Hier meine über die Jahre gesammelten Erfahrungen, wie eine Glatze gut durch den Winter kommt.

Warum der Kopf im Winter so viel Wärme verliert

Ohne die isolierende Haarschicht geht über eine unbedeckte Kopfhaut deutlich mehr Körperwärme verloren als über bedeckte oder behaarte Kopfhaut. Das merkt man bei kaltem Wetter oft innerhalb weniger Minuten draußen, gerade in Kombination mit Wind.

Warum Wind die Sache verschärft

Wind verstärkt den Wärmeverlust zusätzlich, weil er die Wärmeschicht direkt an der Hautoberfläche ständig wegträgt. Bei windigem Winterwetter empfinde ich eine unbedeckte Glatze spürbar unangenehmer als bei Windstille und derselben Temperatur.

Die Mütze als praktische Notwendigkeit

Eine gute Wollmütze oder Merino-Mütze wird für mich ab dem Herbst zum festen Alltagsbegleiter, nicht nur aus Komfortgründen, sondern auch, um übermäßigen Wärmeverlust zu vermeiden. Wer im Winter keine Mütze mag, sollte sich bewusst machen, dass die Kälteempfindlichkeit am Kopf ein realer Nachteil der Glatze ist, mehr dazu im Artikel Vor- und Nachteile im Alltag.

Trockene Kopfhaut in der Heizperiode

Ein zweites, oft unterschätztes Problem im Winter ist trockene Kopfhaut, verstärkt durch die Kombination aus kalter Außenluft und trockener Heizungsluft in Innenräumen.

Angepasste Pflege für die kalte Jahreszeit

Ich wechsle im Winter auf eine etwas reichhaltigere Feuchtigkeitspflege als im Sommer, das gleicht den zusätzlichen Feuchtigkeitsverlust spürbar aus. Die genauen Ursachen und Lösungen für trockene Kopfhaut beschreibe ich ausführlicher im Artikel Trockene Kopfhaut.

Mützenmaterial macht einen Unterschied

Bei langem Tragen einer Mütze kann die Kopfhaut unter synthetischen Materialien schneller schwitzen, was wiederum zu Unreinheiten führen kann. Atmungsaktive Naturmaterialien wie Wolle sind hier meist die angenehmere Wahl.

Rasur-Rhythmus im Winter

Manche Glatzenträger lassen im Winter unter der Mütze bewusst etwas mehr Stoppellänge stehen, das reduziert Kälteempfindlichkeit und Reizung zugleich. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch, wie du deinen persönlichen Rhythmus findest, beschreibt der Artikel Wie oft rasieren?.

Häufig gestellte Fragen

Verliert man mit Glatze wirklich mehr Wärme über den Kopf als mit vollem Haar?

Ja, deutlich. Ohne die isolierende Schicht der Haare geht über die unbedeckte Kopfhaut spürbar mehr Körperwärme verloren, das merkt man bei kaltem Wetter innerhalb weniger Minuten im Freien.

Ab welcher Außentemperatur sollte man mit Glatze eine Mütze tragen?

Eine feste Grenze gibt es nicht, als grobe Orientierung würde ich ab etwa zehn Grad und darunter, besonders bei Wind, zu einer Mütze raten. Bei längerem Aufenthalt draußen lohnt sie sich oft schon bei milderen Temperaturen.

Warum wird die Kopfhaut im Winter trockener als im Sommer?

Kalte Außenluft speichert weniger Feuchtigkeit, gleichzeitig senkt trockene Heizungsluft in Innenräumen die Luftfeuchtigkeit zusätzlich. Beides zusammen entzieht der Kopfhaut mehr Feuchtigkeit als im Sommer üblich.

Sollte man im Winter seltener rasieren?

Das ist eine persönliche Entscheidung und keine zwingende Notwendigkeit. Manche Glatzenträger lassen im Winter unter der Mütze bewusst etwas mehr Stoppellänge stehen, um Kälte und Reizung zu reduzieren, andere bleiben bei ihrem gewohnten Rhythmus.

Verursacht das Tragen einer Mütze zusätzliche Hautprobleme?

Bei synthetischen Materialien und langem Tragen kann die Haut unter der Mütze schwitzen und dadurch eher zu Unreinheiten neigen. Atmungsaktive Materialien wie Wolle oder Merino reduzieren dieses Risiko deutlich.

Braucht die Kopfhaut im Winter eine andere Feuchtigkeitspflege als im Sommer?

Häufig ja, eine etwas reichhaltigere Creme gleicht die zusätzliche Trockenheit durch kalte Luft und Heizung besser aus als die leichtere Sommerpflege.

Meine Mützensammlung ist über die Jahre größer geworden als meine gesamte übrige Kopfbedeckung vor der Glatze zusammen. Das war anfangs ein bisschen lästig, gehört inzwischen aber einfach so selbstverständlich zum Winter dazu wie der warme Mantel.

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